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Forschung Thurgauer Namenbuch

Auftrag:

  • Sammlung der lebenden und historischen Orts- und Flurnamen des Kantons Thurgau. Zusammenarbeit mit dem kantonalen Vermessungsamt.
  • Erstellen eines Namenlexikons mit etymologischer Deutung der Namen.

Abgeschlossene Projekte:

  • Beispiel Stettfurt. Die Flurnamenstruktur einer Thurgauer Gemeinde. CD. Kreuzlingen 2002.
  • Thurgauer Gemeindenamen. Die Entstehung und Bedeutung der Namen der politischen Gemeinden und der alten Ortsgemeinden im Kanton Thurgau. Frauenfeld 2003.
  • Die Siedlungsnamen des Kantons Thurgau. Herkunft und Bedeutung der Namen der Ortschaften, Weiler und Höfe im Kanton Thurgau. TNB Bände 1.1 und 1.2. Frauenfeld 2003.
  • Die Flurnamen des Kantons Thurgau. Etymologisches Flurnamenexikon. Verzeichnis und Dokumentation der Flurnamen des Kantons Thurgau. TNB Band 2.1: Einführung und Sachlexikon zu namengebenden Motiven. TNB Band 2.2: Etymologisches Flurnamenlexikon. Bände 3.1 und 3.2: Verzeichnis und Dokumentation der Flurnamen des Kantons Thurgau. Frauenfeld 2007.
    www.huber.ch

Bestand:

30'000 lebende Orts- und Flurnamen, welche durch sprachwissenschaftlich geschulte Exploratoren in den Gemeinden erhoben worden sind (1951-1991). Diese Namen sind in einer Namenkartei und in einer FileMaker-Datenbank zugänglich (Mundartliche Lautung in normaler und phonetischer Transkription nach SDS, Ortsbeschrieb, Koordinaten nach Eintrag in Ver-messungsplan).
225'000 historische Belege in einer FileMaker-Datenbank. 

Informatik

Hardware

Macintosh-Netzwerk im Büro, iBooks/PowerBooks für Arbeit in Archiven

Sonderzeichen

Phonetischer Zeichensatz, Zeichensatz ahd./mhd./Urkundensprache von Moritz Vögeli, Winterthur, überarbeitet von Stephan Müller (2005)

Datenbanken

FileMakerPro 9.x

Elaboriertes Datenbanksystem:
1.    Datenbank der lebenden Namen: Thurgauer Namenbuch
2.    Datenbank Etymologie Personennamen
3.    Datenbank Etymologie Namentypen
4.    Datenbank Etymologie Bestimmungswörter
5.    Datenbank Etymologie Grundwörter
6.    Historische Quellen Thurgauer Namenbuch
7.    Quellenverzeichnis
Mit Scripts können Daten von einer Datenbank in die andere exportiert und importiert werden. Die Datenbanken sind bewusst nicht relational verbunden, hingegen geschehen automatische Abläufe durch Referenzen.

Das Namenlexikon wird in der Hauptdatenbank erstellt und anschliessend mit einem bei uns entwickelten Transferprogramm formatiert in Word, InDesign oder QuarkXPress exportiert.
 
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Wussten Sie?

Woher kommt der Name Kreuzlingen?

Der älteste Beleg des ON ist Crucelin (1125). Der Name CRÛZELÎN ist die Verkleinerungs-form zu ahd. krûzi 'Kreuz' (vgl lat. crux, crucis). Die Bedeutung des ON ist also 'beim Kreuzlein'. Zwei Benennungsmotive sind hier möglich:

1. das im 10. Jh. gegründete und früher in der Stadt Konstanz angesiedelte kleine Heiligkreuz-Hospiz

oder 

2. der Kreuzsplitter, d. h. eine Reliquie, die noch heute in der Klosterkirche aufbewahrt ist.

In der Wirklichkeit mögen sich beide Motive überlagert haben.