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Stichwörter: Ortsnamen, Flurnamen, Lokalnamen
Die Namen werden in der Titelzone in der offiziellen Nomenklatur des Kantons Thurgau geschrieben. Wo diese noch nicht festgelegt ist, nach den Normen der kantonalen Nomenklaturkommission.
Die Schreibweise ist in eidgenössischen Vorschriften vorgegeben:
• Verordnung über Orts-, Gemeinde- und Stationsnamen vom 30. Dezember 1970 (ersetzt den Bundesratsbeschluss über die Erhebung und Schreibweise der Lokalnamen bei der Grund-buchvermessung vom 22. Februar 1938).
• Weisungen für die Erhebung und Schreibweise der Lokalnamen bei Grundbuchvermessungen in der deutschen Schweiz (Ausführungsbestimmungen des eidgenössischen Justiz- und Poli-zeidepartementes vom 27. Oktober 1948).
• Leitfaden für die Schreibweise der Lokalnamen in der deutschsprachigen Schweiz (Leitfaden Toponymie 2007, Bundesamt für Landestopografie)
Für den Kanton Thurgau wurde vom Thurgauer Namenbuch eine Schreibweise definiert, die auf den eidgenössischen Vorschriften basiert, in der Anwendung aber konsequent ist und dem heutigen Standard der Mundartschreibung entspricht.
1. Namen von Ortschaften
Die Namen von politischen Gemeinden, Munizipalgemeinden, Ortsgemeinden und die Namen von alten Ortsgemeinden, die im Verzeichnis der Ortschaften des Kantons Thurgau von 1943 erwähnt sind, werden in der herkömmlichen Schreibweise geschrieben. Beispiele: Hessenreuti, Rothenhausen, Thundorf usw.
2. Die Namen grösserer Gewässer und Geländenamen werden nicht verändert. Beispiele: Bodensee, Untersee, Rhein, Thur, Seerücken usw.
3. Alle übrigen Orts- und Flurnamen werden möglichst nahe der Ortsmundart geschrieben.
Dabei gelten folgende Regeln:
Die Länge oder Kürze eines Vokals wird bezeichnet: Ein langer Vokal wird durch Doppelschreibung des Vokals gekennzeichnet, ein einfacher Vokal bedeutet Kürze. Beispiele: Braati, Geere, Iifang, Loo, Bööl, Tuurfäld, Rüüti; Gass, Bitzi, Bommgarte, Pösche, Pünt.
Positionslänge wird mit einfachem Vokal bezeichnet: Bärg, Altbuech.
Geschlossenes e wird mit e wiedergegeben, offenes e mit ä: Ebnet, Besmer; Räbe, Näbelholz. Das stumme e in der Nebensilbe wird mit e wiedergegeben: Heimet, Loomet, Riet, Bueche.
Bei den Konsonanten werden Länge und Kürze, Fortis und Lenis genau bezeichnet: Tüüffi, Stelli, Chriesbomm, Spann, Aahopp, Pfarrgarte, Wiissler, Schlatt; Rollhafe, Chelehölzli, Amehuuse, Himelbrune, Birmos, Tanewise, Ägete.
Die sog. Beggelizone (Gebiete östlich einer Linie Kreuzlingen – Wil) wird in der Namenschreibung berücksichtigt: Chirchagger – Chirchacker, Tiggenagger – Tickewis, Langstugg – Langstuck.
Ein n wird nur geschrieben, wenn es auch gesprochen wird: Boonebärg – Boonenagger; Wise – Wisenacker; Äppelhuuse.
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