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Forschung Appenzeller Namenbuch

Das SNF-Projekt «Appenzeller Namenforschung» steht in der Reihe mit anderen kantonalen Namenbuchprojekten. Ziel ist eine wissenschaftliche Darstellung der Orts- und Flurnamen des Landes Appenzell.
«Appenzeller Namenforschung» ist ein Projekt des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der Wissenschaften und der beiden Kantone Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden. Das Projekt wird unterstützt durch die Appenzellische Gemeinnützige Gesellschaft (AGG), die Berthold Suhner-Stiftung Herisau, die F. + A. Frey-Bücheler-Stiftung Herisau und die Steinegg-Stiftung Herisau.
Die Orts- und Flurnamen beider Appenzell sind mit der Doktorarbeit von Stefan Sonderegger wissenschaftlich gesammelt und historisch dokumentiert (Stefan Sonderegger: Die Orts- und Flurnamen des Landes Appenzell (Bd. 1): Grammatische Darstellung. Frauenfeld 1958. Reihe: Beiträge zur schweizerdeutschen Mundartforschung; Bd. 8). Diese Doktorarbeit ist heute ein Standardwerk der Namenforschung. Da sich die Flurnamen in unserem Raum wiederholen, weil sie sehr häufig von einer Orts- oder Sachbeschreibung ausgehen, findet der Namenforscher eingebettet in Sondereggers Namengrammatik viele Deutungshilfen. Deshalb wird Sonderegger in den deutschsprachigen Namenbüchern immer wieder zitiert.
Das SNF-Projekt «Datenbank der Schweizer Namenbücher» hat die Grunddaten der Appenzeller Orts- und Flurnamen und die historischen Belege aus hand- und maschinenschriftlichen Datenblättern von Stefan Sonderegger in eine Datenbank eingegeben.
Die Datenbank enthält 7'500 lebende Namen und 3'500 Namen, die noch im 19. Jh. gebraucht wurden. Zu den rund 11'000 Namen gibt es 43'000 historische Belege.

Durch Zusammenarbeit mit dem Thurgauer Namenbuch, das dem Projekt Appenzeller Namenforschung sein Datenbanksystem zur Verfügung stellt, kann eine historische Appenzeller Orts- und Flurnamendatenbank durch erfahrene Mitarbeiter mit wenig Aufwand innerhalb von 3 Jahren in elektronischer Form hergestellt werden.
Das Projekt «Appenzeller Namenforschung» ist als Online-Projekt geplant.

Aktueller Stand der Arbeiten:
von den 11'000 Namen sind 8'500  durch den ersten Redaktor (Raffaele de Rosa) gedeutet, davon wurden 7'500 vom zweiten Redaktor (Stefan Würth) überarbeitet. Diese Deutungen sind in der Internetdatenbank zugänglich.
Ende Oktober 2009 sind die zusätzlichen historischen Erhebungen und Aktualisierungen durch Katharina Koller-Weiss abgeschlossen.
Bis zum Frühjahr 2010 wird Prof. Sonderegger die phonetischen Notierungen und die historischen Daten kontrolliert haben.
Bis zum Frühjahr 2011 wird die Schlussredaktion durch Eugen Nyffenegger (Projektleiter) und durch Prof. Sonderegger  abgeschlossen sein.

25.10.2009 Ny

 

 
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