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Kuratorium Thurgauer Namenbuch

Kuratorium:

Heinrich Lang, Departementssekretär, Departement für Erziehung und Kultur des Kantons Thurgau, Frauenfeld (Präsident)

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Oskar Bandle, em. Prof. Universitäten Zürich und Ba-sel, Greifensee ZH

Prof. Dr. Elvira Glaser, Deutsches Seminar, Universität Zürich

lic. phil. André Salathé, Staatsarchivar des Kantons Thurgau, Frauenfeld

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Stefan Sonderegger, em. Prof Universität Zürich, Heri-sau


 
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Wussten Sie?

Woher kommt der Name Weinfelden?

Der älteste Beleg des ON ist Quivelda (838). Es handelt sich um eine Zusammensetzung aus dem PN WINO (vgl. ahd. wini 'Freund, Geliebter') und FËLD 'Feld, Ebene, Fläche, Gefilde' (vgl. ahd. fëld). Die Bedeutung des ON ist also 'bei den Feldern des WINO'. Der Ortsname ist aus einem Flurnamen entstanden. Zu erklären sind bei dieser Deutung die ältesten Belege des ON, d. h. 838 Quivelda und 868 Quiveldun. Romanische Schreibtradition ersetzt deutsches W- durch Qu- oder Gu-/G- (vgl. z. B. frz. guerre 'Krieg' und ahd. wërra 'Ärgernis, Zwietracht, Verwirrung, Zank'). Der PN WINO findet sich wahrscheinlich auch im ON Bänike (822 Wirinchova, 865 Wininchovun) und Weiningen (1219 winingin). Eine Deutung mit dem ahd. Wort wîn 'Wein, Weinrebe' ist aufgrund der frühen Überlieferung des ON sehr unwahrscheinlich.