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Thurgauer Namenbuch

 

Das Thurgauer Namenbuch ist ein sprach- und kulturgeschichtliches Forschungsprojekt des Kantons Thurgau und des schweizerischen Nationalfonds. Image
Die Thurgauer Sammlung von Orts- und Flurnamen wurde 1951 begonnen. Seit 1979 wurde an diesem Projekt intensiv gearbeitet, zehn Jahre lang wurden Orts- und Flurnamen in den Gemeinden durch Sprachwissenschafter erhoben, mit einer Beschreibung der Örtlichkeit und einem genauen Eintrag in einen Vermessungsplan. Seit 1992 ist das TNB ein Nationalfonds-Projekt. Heute sind 30.000 Namen erforscht und 225'000 historische Belege in der Datenbank. Zu den Publikationen s. u.
     

Trägerschaft:

  • Kanton Thurgau
  • Projekt des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der Wissenschaften (SNF)

 

 
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Wussten Sie?

Woher kommt der Name Frauenfeld?

Der älteste Beleg des ON ist Vrowinvelt (1246). Der ON lautet in älterer Sprache:*ze frouwenvëlde: Das Bestimmungsglied enthält das Wort FRAU (Genitiv Singular: der frouwen). FRAU meint hier die Mutter Gottes Maria.Das Grundwort ist FËLD, das bedeutet noch heute 'Feld, Ebene'. Der Ortsname ist demnach aus einem Flurnamen entstanden und bedeutet 'beim Feld, bei der Ebene der Frau, d. h. der Gottesmutter Maria'. Frauenfeld ist eine Kyburger Gründung auf Boden, der dem Kloster Reichenau gehörte. Die Kirche von Mittelzell ist eine Marienkirche. Daher kommt das Benennungsmotiv: 'das Feld, das dem Marienkloster Reichenau gehört'.