nav_bar_left Hauptseite arrow Regionale Projekte arrow Kt. Thurgau
 
Menu
Hauptseite
Datenbank
Datenbank Info
........................................
Projektleitung
MitarbeiterInnen
Kuratorium
Kontakt
Regionale Projekte
Literatur
Wissenschaftl. Texte
Populäre Texte
Elektr. Indices
Aktuell
Links

Thurgauer Namenbuch

 

Das Thurgauer Namenbuch ist ein sprach- und kulturgeschichtliches Forschungsprojekt des Kantons Thurgau und des schweizerischen Nationalfonds. Image
Die Thurgauer Sammlung von Orts- und Flurnamen wurde 1951 begonnen. Seit 1979 wurde an diesem Projekt intensiv gearbeitet, zehn Jahre lang wurden Orts- und Flurnamen in den Gemeinden durch Sprachwissenschafter erhoben, mit einer Beschreibung der Örtlichkeit und einem genauen Eintrag in einen Vermessungsplan. Seit 1992 ist das TNB ein Nationalfonds-Projekt. Heute sind 30.000 Namen erforscht und 225'000 historische Belege in der Datenbank. Zu den Publikationen s. u.
     

Trägerschaft:

  • Kanton Thurgau
  • Projekt des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der Wissenschaften (SNF)

 

 
< zurück   weiter >
Wussten Sie?

Woher kommt der Name Roopel?

Die Mundartform lautet Roopel. So lauten auch die ällteren historischen Belege: 1512 vnser vnd vnserß gotzhuß hof vnd güeter zuo Ropol; 1579 zwüschen dem hoff Roppel und dem Steinebach gelegen; 1634 Roppell; 1694 an deß hoffs Roppel vnd deß hofs Landsidlen güetter; 1738 Jacob Bösin zue Roppel. Erst im 19. Jh. taucht die Schreibung Rotbühl auf: 1832 Rothbühl (Roppel). Ein Schreiber versuchte hier dem nicht mehr verstandenen Namen eine Bedeutung zu unterlegen (‘der Weiler beim roten Hügel’). Die Mundart und die lange Kette der älteren Belege legt aber eine andere und sinvollere Bedeutung nahe: Rodbüel:‘der Weiler beim gerodeten Hügel’. Neben Roopel liegt ein auffälliger, unbwaldeter, runder  Hügel, der dem Weiler den Namen gab. Der Hügel heisst heute Roopelbööl (‘der Hügel bei Roopel’), d. h. der Hügel wird heute durch die Lage bei Roopel bestimmt und enthält das Wort Bööl (‘Hügel’) zweimal: Rodbüelbüel).

Seit 1832 gibt es also eine Schriftform Rotbühl neben der Mundartform der Einwohner, die bis heute Roopel lautet.